Update - 2 weitere Reviews:

Alligator Stew ” kommen aus Los Angeles, nicht unbedingt typisch für Vertreter des “Southern Rock”. “A first taste of” enthält insgesamt 13 Tracks. Schon der Opener “Louisiana Man” kann mit tollem Gesang, starken Gitarren und Piano-Unterstützung vollständig überzeugen. Anklänge an “Molly Hatchet” sind nicht zu überhören. Es folgen das bluesige “Shiner”, das eher Country-lastige “doesn´t really matter” und mit “Blood Money” eine herausragende Ballade. Insgesamt sehr abwechslungsreich, kein schwacher Song und somit ein absoluter Kauftip. Auf der Homepage der Band kann man mal in die Titel reinhören. .

Catawompus ”kommen aus Nashville, ebenfalls nicht gerade als Hochburg des “Southern Rock” bekannt. “... Well, it´s about time” enthält 12 tolle Songs, die ausser Southern-Rock-Elementen auch Anleihen an Hard-Rock-Bands wie “Cinderella” beinhalten. Anspieltips: “Ain´t but life”, die Ballade “Jeannie”, “the Hill” und “Green”. Ein absolutes Top-Album, dass in keiner gut sortierten Sammlung fehlen darf. Auf der etwas ungewöhnlichen Homepage der Band gibt es unter anderem jede Menge MP3-Dateien zum Download.

28.04.02.

Aktuell - schlechte Nachrichten per eMail von Halycon:
Hallo Rainer,
vielen Dank, hat uns sehr gefreut Deine Review.
Allerdings gibt es auch schlechte Nachrichten: Wir schließen das Label.der müssen wir nach einem Jahr feststellen, dass unsere Bemühungen in Sachen Rockmusik leider nicht in Form von Verkäufen gewürdigt werden. Die ersten 6 Releases waren defizitär , wir brauchen aber Erträge um zukünftige Veröffentlichungen zu finanzieren.
Als Geschäft war es zu wenig und als Hobby ist es zu teuer.
Ich musste jetzt die Reißleine ziehen, damit wir weiter existieren können.
Für Dein Portal alles Gute.
 
Viele Grüße
Volker


Das tut uns sehr leid und zeigt wieder einmal wie schwer es die Kämpfer für gute Musik haben. Danke für die wenigen aber tollen Veröffentlichungen.
22.03.02

Halycon Music wurde im Oktober 2000 gegründet und will sich auf Nischen in der Rockmusik konzentrieren. “Zielsetzung von Halycon Music ist es eine überschaubare Anzahl von Veröffentlichungen pro Jahr zu realisieren. Allen Produkten soll die gleiche Aufmerksamkeit für Vertriebs-, Promotion- und Marketingaktivitäten gewidmet werden.” Der Vertrieb der Halycon Produkte erfolgt in Deutschland, Österreich und der Schweiz über den Sony Music Import Service, das Label vertreibt also nicht direkt. Leider gibt es auf der interessanten Homepage von Halycon-Music keine Hörproben aus den Veröffentlichungen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.
Im Jahr 2001 gab es die ersten Veröffentlichungen und die standen ganz im Zeichen des “Southern Rock”.

Im einzelnen waren dies die beiden neuen amerikanischen Bands “Alligator Stew” (Album: “A first taste of”) und “Catawompus” (Album: “Well it´s about time”) und die deutsche Southern-Rock-Legende “Lizard” (Album: “Southern Steel”). Die uns vorliegenden Hörproben aus diesen Alben klingen sehr vielversprechend. Vor allem von den beiden Bands von jenseits des Atlantiks wird man sicher noch mehr hören.

Schwerpunkt der Veröffentlichungen im ersten Jahr von Halycon-Music bildete eine andere Southern-Rock-Legende: “Doc Holiday

Insgesamt 3 Alben wurden hier veröffentlicht.Da wäre zuerst einmal “A better road”. Die CD enthält 5 neue Titel, darunter 3 unveröffentliche aus den Jahren 1980/1981. Dazu kommen 5 remasterte Klassiker der Band um Frontmann Druce Brookshire. Insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Album mit Ausflügen in den Hardrock (Thin-Lizzy-Cover “Jailbreak”) und Country (“Angels in Waiting”). Höhepunkte aus meiner Sicht: “Faith in you”, der akustische Titelsong “ A better road”, “Dead Man´s Road”, Can´t stop Rockin´” (klingt nach ZZ-Top zu Ihren besten Zeiten) und “Bad Love”. Insgesamt eine runde Sache und für den Freund des Genres eine Pflichtanschaffung.

Danger Zone” ist ein lange nicht mehr erhältliches Studioalbum aus dem Jahre 1986. Halycon hat jedoch auch hier die Songs komplett remastered und als Bonus 2 Live-Songs von 1991, aufgenommen in Finnland, dazugepackt. Der Sound ist wie auch bei den anderen Alben vorzüglich. Gleich der Opener und Titelsong “Danger Zone” ist ein echter Knaller. Weitere Highlights: das lange “Thunder & Lightning” sowie die beiden Bonustracks “Redneck Rock & Roll Band” und das bluesige “Rollin´and Tumblin”. Nicht ganz so gut wie “A better road” aber immer noch ein Tip.

Den absoluten Knaller haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Live kommt Southern Rock eben schon immer am besten. “Song for the Outlaw” ist die Wiederveröffentlichung eines ebenfalls zuvor nicht mehr erhätlichen Live-Albums, wiederrum remastered und als Bonus 2 Live-Songs von 1991. Vielleicht das beste Album von “Doc Holiday” überhaupt. Anspieltips: “Last Ride”, “Song for the Outlaw”, “Bad Love” und “Lonesome Guitar”. Lediglich die Bonustracks haben nicht ganz die Energie und Intensität der älteren Aufnahmen. Ein absolutes Klasse-Album - unbedingt kaufen. Wer erst mal nur in eine CD von “Doc Holiday” investieren will sollte zu “Song for the Outlaw” greifen. Aber Vorsicht: Folgekäufe sind nach Konsum dieser Scheibe fast garantiert.

14.03.2002