Power-Pop-Kolumne von Robert Pally

Eric Stone
«SuperSingle»
(www.eric-stone.com)

Still
«I don’t mind» (Lizard Heart www.stillmusic.com)

Eric Stone hat sich bei der Covergestaltung seiner 3-Track-CD besonders Mühe gegeben. Das Booklet kann mit etwas Geschick und Behutsamkeit in einen Würfel verwandelt werden, an dessen Aussenseiten die Texte nachgelesen werden können. Ähnlich behutsam sind auch die Songs auf seinem Debütalbum «SuperSingle». Akustische Gitarren vereinen sich mit schwebenden Keyboard-Sounds zu luftig leichten Pop-Nummer. Ausser in «I’ll always love you», dessen akustische Instrumentierung einen ziemlichen Drive entwickelt. Die teilweise dezent Soul angehauchte Stimme von Eric Stone passt das bestens rein.  Einziger Vermutstropfen ist das leider etwas billig klingende Schlagzeug.

Robert Pally

Am zweiten Album von Still gibt es eigentlich nur eines auszusetzen: Wieso hat die CD nur neun Songs? Man hätte sich mehr von diesem wohligem Pop-Rock gewünscht. Still, die Band um den in L.A. beheimateten Wade Biery zieht genau die richtigen Fäden, um aus dem weiten Feld des Pop-Rocks herauszuragen. Clevere und unerwartete Wendungen, tolle Gesangsharmonien und eine spritzige Produktion. Songs wie «Your my ecstasy», das folkige «All around me» oder das raue «Another day» wünschte man sich am Radio zu hören. Ach ja, Still haben noch einen weiteren Fehler begangen: Das Cover von «I don’t mind» ist etwas zu unscheinbar. Natürlich passt es zu einem Namen wie Still. Für den clevern Pop-Rock der Band dürfte es aber schon etwas frecher sein. Einen weiteren Fehler macht aber jeder, der keine Kopie von «I don’t mind» kauft.

Robert Pally

02.09.2002